Zurück zu den Meldungen

Friedrichskoog, 27.10.2017

forsa Umfrage: große Zustimmung für Erdölförderung vor der Westküste 30 Jahre sichere Ölproduktion auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate

30 Jahre störungsfreie Förderung aus der größten deutschen Erdöllagerstätte Mittelplate. Und auch in Zukunft soll die Bohr- und Förderinsel einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Zwei Drittel der Schleswig-Holsteiner sprechen sich für eine Fortsetzung der Erdölförderung im Wattenmeer aus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Telefonumfrage des Meinungsforschungsinstitutes forsa in Schleswig-Holstein anlässlich des 30-jährigen Geburtstages von Mittelplate.

Die Bekanntheit des internationalen Vorzeigeprojektes für eine umweltverträgliche Erdölförderung ist weiter gestiegen und beträgt mittlerweile 73 Prozent (2012: 70%). Deutlich mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein (71%) sind überzeugt, dass auch in absehbarer Zukunft Erdöl und Erdgas gebraucht werden, damit unsere Energieversorgung sicher und bezahlbar bleibt. Aus diesem Grund befürworten mehr als zwei Drittel (67%) der Befragten die Fortsetzung des Projektes Mittelplate.

Mittelplate leistet einen bedeutenden Beitrag zur inländische Versorgung. Mit 1,3 Millionen Tonnen fördert Mittelplate deutlich mehr Erdöl als z.B. aus Saudi Arabien eingeführt wird (2016: 0,8 Mio. t). Pro Tag werden etwa 3 Millionen Liter Mittelplate-Öl produziert. Der Rohstoff wird an der Westküste zu einer Vielzahl hochwertiger Produkte verarbeitet und ist in tausenden Alltagsgegenständen enthalten. Das „schwarze Gold“ ist wichtiger Wirtschafts- und Job-Motor an der Westküste und von großem volkswirtschaftlichen Nutzen: Etwa 1.000 Arbeitsplätze stehen im direkten Zusammenhang mit dem heimischen Öl. Seit Aufnahme der Produktion wurden Förderabgaben von über 1,2 Milliarden Euro an das Land Schleswig-Holstein überwiesen.

Bereits 1955 vermuteten Geologen Erdölvorkommen vor der Küste Schleswig-Holsteins. Nachdem seismische Messungen durchgeführt worden waren, bestätigten Probebohrungen diese Vermutung. Die Bohrung Mittelplate1 stieß im August 1980 auf das Ölvorkommen. Konstruktions- und Transportkonzepte wurden entwickelt und die Pläne durch die Politik genehmigt. Im Juni 1985 begann der Bau der Insel Mittelplate. Im Jahr 2000 wurde die ergänzende Förderung von Land aus aufgenommen. Mit sehr weit abgelenkten High-Tech-Bohrungen wird seitdem die östliche Flanke der Lagerstätte erschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Pipeline-Anbindung und dem Aufbau der modernen Bohranlage T-150 wurde die Insel 2005 weiter modernisiert. Seit Förderbeginn im Oktober 1987 konnten aus der Öllagerstätte Mittelplate über 34 Millionen Tonnen Erdöl gewonnen werden.

Auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate wird höchster Wert auf Sicherheit gelegt. Aufwändige, modernste Technik, mehrfache Sicherungen in allen Arbeitsabläufen und der Einsatz erfahrener, verantwortungsbewusster Fachkräfte bilden seit 30 Jahren ein optimales Sicherheitspaket.

„Das Thema Erdöl spielt in Schleswig-Holstein und vor allem in Dithmarschen schon seit über 150 Jahren eine große Rolle. Die hohe Akzeptanz in Schleswig-Holstein ist darauf zurückzuführen, dass wir über Generationen unter Beweis stellen konnten, dass wir zu unserer sozialen Verantwortung stehen und saubere, verantwortungsbewusste Arbeit abliefern“, betont Uwe Balasus-Lange, Leiter des DEA-Geschäftes in Deutschland und Dänemark.

Die lange traditionelle Verbundenheit betont auch der Landrat von Dithmarschen, Dr. Jörn Klimant: „Deutschlands einzige Ölbohr- und Förderinsel ist leistungsstarker und verantwortungsvoller Wirtschaftspartner, Arbeitgeber und Energieversorger für die Region und weit darüber hinaus. Mittelplate beweist seit 30 Jahren in einem hoch sensiblen Naturraum, dass Umweltschutz, Sicherheit und Ölförderung zusammengehen – aus diesen Herausforderungen ist Innovationskraft und Fortschritt erwachsen“ so Klimant.

Hintergrundinformationen

Die zurzeit jährlich produzierte Menge Öl reicht aus, um damit pro Jahr über eine Viertel Million Haushalte zu beheizen. Darüber hinaus dient die Jahresproduktion als Ausgangsstoff für etwa 350 Millionen Liter Benzin. Aus dem Öl entstehen darüber hinaus viele elektronische Geräte, wie z.B. Computer oder Smartphones - aber auch Textilien und Medikamente werden auf der Grundlage des Öls hergestellt. Der Grundstoff für viele Kosmetikartikel ist Paraffin, das durch weitere Destillation zu Vaseline und zu medizinischen Weißölen veredelt wird. Erdöl wird auch in der Landwirtschaft (Dünger) und in Schlüsseltechnologien der Energiewende genutzt: In Dämmungen für Kraftwerke, in Solarzellen und auch in Windkraftanlagen. Die heimische Erdölförderung durch die Bohr- und Förderinsel Mittelplate ist für die Umwelt vorteilhaft. Die Transportwege sind kürzer und der damit verbundene CO2 Ausstoß deutlich geringer.

www.mittelplate.de
Derek Mösche
Pressesprecher
T  +49 40 - 63752670
M +49 162 - 2732670

Zurück zu den Meldungen